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Vortrag über die Gründungsjahre der Bayreuther Festspiele

Balkonsaal im Friedrichsforum zum ersten Mal ausverkauft

Bayreuth – Die Veranstaltung „Bayreuther, hört die Kunde!“ im ausverkauften Balkonsaal des Friedrichsforums widmete sich den Anfängen der Bayreuther Festspiele und insbesondere der Rolle des Bayreuther Unternehmers, Bankiers und Politikers Friedrich Feustel, ohne dessen Engagement die ersten Festspiele 1876 kaum denkbar gewesen wären.

In seinem Vortrag über Feustels Wirken für Bayreuth präsentierte der Historiker Dr. Adrian Roßner bislang unbekannte, zeitgeschichtliche Dokumente wie Briefwechsel. Ergänzt wurde der Abend durch eine abenteuerliche Kunstgeschichte des Studierenden Luca Brenk über ein heute im Richard-Wagner-Museum zu betrachtendes Porträt des großen Meisters, welches auf mysteriöse Wege über den bayerischen König Ludwig II. den Weg zu Feustel nach Bayreuth fand. Als Ehrengast war Barbara Frömel, eine Nachfahrin Feustels und frühere Eigentümerin des Gemäldes, anwesend. Prof. Ulf Klausenitzer „dirigierte“ im zweiten Teil des Abends Musik aus Richard Wagners „Rienzi“, welche er einst für die Silberhochzeit Friedrich Feustels umgeschrieben hatte.

Der mehr als zweieinhalbstündige Abend verband neben der Musik, Stadt- und Festspielgeschichte auch eine persönliche Familien- und Kunstgeschichte. Im Mittelpunkt stand die Erinnerung, dass der Erfolg der Bayreuther Festspiele nicht allein Richard Wagner zu verdanken war, sondern auch engagierten Persönlichkeiten wie Friedrich Feustel.

Die Einsatzkräfte von Herzensretter Bayreuth e. V. stellten während der gesamten Veranstaltung die sanitätsdienstliche Versorgung sicher und mussten keine nennenswerten Vorkommnisse verzeichnen.