© Michael Danner

Herzensretter Kids & Teens zu Besuch in Budweis (CZ)                    

Inklusionsprojekt an der Albert-Schweitzer-Mittelschule

Bayreuth/ Budweis – Im Rahmen eines vom Rollstuhlsportverein Bayreuth e. V. (RSV) initiierten deutsch-tschechischen Inklusionsprojekts, unterstützt aus dem europäischen Förderprogramm Interreg der Europäische Union, stand ein dreitägiger Gegenbesuch der deutschen Schülergruppe im südböhmischen Budweis an. Mit dabei waren 14 Schulsanis der Albert-Schweitzer-Mittelschule, darunter elf Mitglieder der Herzensretter Kids & Teens.

Ziel des Projekts war es, den jungen Menschen nicht nur einen kulturellen Austausch zu ermöglichen, sondern ihnen vor allem die Bedeutung von Inklusion durch Begegnung, Bewegung und gemeinsames Handeln erlebbar zu vermitteln.

Tag 1: Ankommen, Wiedersehen und erste gemeinsame Schritte
Nach einer rund fünfstündigen Busfahrt und dem Einchecken der Schülerinnen und Schüler im Hotel Savoy im Stadtkern von Budweis führte der Weg in die nahegelegene Základní škola a Mateřská škola Kubatova. Nach einer herzlichen Begrüßung fand das (Wieder-)Kennenlernen mit kleinen Gruppenaufgaben statt. Sprachbarrieren wurden schnell überwunden und die Scheu, die noch beim ersten Treffen im Februar deutlich erkennbar war, wich einer vertrauten Atmosphäre. Nach der Vorstellung des weiteren Projektablaufs kehrten am Abend alle gemeinsam zum Essen ein.

Tag 2: Inklusion verstehen, erleben und fühlen
Der zweite Projekttag stand ganz im Zeichen der Inklusion. Während am Vormittag der sportliche Aspekt mit dem Rollstuhl beim Basketballspiel im Vordergrund stand, war es am Nachmittag und am Abend der alltägliche Umgang. Im Rahmen einer geleiteten Stadtführung und eines Hindernisparcours auf dem Schulsportplatz konnten die Teilnehmenden Probleme beim Fahren mit dem Rollstuhl im Realraum oder beim Überwinden von Hindernissen im wahrsten Sinne des Wortes erfahren. Der Tag endete wieder mit einem Abendessen, erschöpften Armen und vielen neuen Eindrücken.

Tag 3: Rückblick, Teamarbeit und Abschied
Der letzte Projekttag begann nach dem Auschecken mit einer großen Reflexionsrunde über die zurückliegenden beiden Tage sowie über das gesamt sechstägige Projekt. Vielfach genannt wurde von den Kindern und Jugendlichen, dass es sehr viel Spaß gemacht und man viel mitgenommen hatte. Auch der Austausch mit den Teilnehmenden des jeweils anderen Landes war für die meisten eine Bereicherung. Auch dass man seine Fähigkeiten in Englisch verbessern konnte, wurde genannt. Sehr erfreut waren die tschechischen Betreuer als eine Schülerin beim Feedback sagte, dass einige einmal ein Basketballspiel des heimischen Rollstuhlsportvereins Tigers Basketball České Budějovice anschauen wollen. Bei einer Abfrage am ersten Tag meldete sich nämlich kein tschechischer Teilnehmender auf die Frage, wer schon einmal ein Spiel besucht hatte, während es bei den deutschen Kids nahezu einhundert Prozent waren, die schon mindestens einmal ein Spiel gesehen hatten bzw. am Trainingsbetrieb oder in der schulischen Rollstuhlsport-AG teilnehmen.